Airoh Reservierter Bereich

Wie optimiert man die Akustik eines Helms?

Ein weiteres Thema, dass sicher von Interesse ist und oft im Mittelpunkt lebhafter Debatten unter Motorradfahrern steht! Schaffen wir eingangs etwas Klarheit… Alle Rennhelme sind zwangsweise lauter als Touringhelme, sowohl weil es mehrere Lufteinlässe gibt, um den richtigen Grad an Lüftung zu gewährleisten, als auch weil die Einsatzbedingungen intensiver sind. Darüber hinaus hat die Geschwindigkeit einen großen Einfluss auf den Lärmpegel, weil die Bildung von Turbulenzen im Helm direkt proportional zur Vorschubgeschwindigkeit ist.

Wer also erwartet, dass sein Rennhelm der Oberklasse bei sehr hohen Geschwindigkeiten noch leise ist (Beachtet immer die Straßenverkehrsordnung!), erwartet vielleicht zu viel… Wenn man sich dem Lärm mit einem Bewusstsein für diesen Unterschied nähert, kann man weiter gehen und versuchen zu herauszufinden, ob es Faktoren gibt, die man beeinflussen kann, um ihn zu beschränken.

Tatsächlich beeinflusst auch die Art des Motorrads die Stärke der Turbulenzen im Helm und daher den wahrgenommenen Lärm. Ein Naked Bike, also eines ohne Verkleidung, setzt den Fahrer fast vollkommen der Luft aus, verglichen mit einem Reiseenduro, das vielleicht auch noch mit einer überdimensionierten Windschutzscheibe versehen ist. Auch die Haltung, die man beim Fahren einnimmt, beeinflusst den Lärm, weil die Position des Kopfes den Luftwiderstandswert beeinflusst, genau wie die Größe des Fahrers.

Je größer man also ist, desto mehr ragt man aus dieser aerodynamischen „Blase“ heraus, die entsteht, wenn das Motorrad sich bewegt. Der Körperbau des Fahrers kann auch das vermehrte oder verminderte Vorhandensein von Turbulenzen im Helm beeinflussen, so wie Form und Größe des Gesichts… Tatsächlich könnte ein schmaler Kopf in einem Helm der Größe M verglichen mit einem runderen Kopf im selben Helm gleicher Größe einem höheren Lärmpegel ausgesetzt sein, weil es mehr Platz gibt, an dem Turbulenzen entstehen können, weil der Kopf vielleicht nicht vollkommen am Innenfutter anliegt.

Abschließend kann man sagen, dass sobald der richtige Helm ausgesucht wurde, sowohl für einen selbst, als auch für das Motorrad und den Fahrstil, man mit kleinen Kunstgriffen den wahrgenommenen Lärm reduzieren und das Fahrerlebnis verbessern kann, wie z. B. indem man eine Windschutzscheibe nachrüstet, oder einfach daran denkt, den Windabweiser (wo vorgesehen) und ein Halstuch zu verwenden. Sich seiner Haltung auf dem Motorrad sehr bewusst zu sein, kann das letzte Bisschen sein, mit dem man den Lärm in den Griff bekommt!

Faq